Gagat Rohmaterial

Was gibt es über Gagat zu erzählen?

Allgemeines zu Gagat

Gagat ist chemisch gesehen Kohle. Man kennt das Material auch als schwarze Braunkohle, Pechkohle, Jet oder Jais (franz.). Es ist eine bitumenreiche tiefschwarze Braunkohle mit geringem spezifischen Gewicht (1,23) und einem samtigen Fettglanz, der durch Politur noch gesteigert werden kann. Damit ist Gagat eine ideale Ergänzung oder Kombination zu hellem Mammutelfenbein.

Gagat harmoniert bzgl. Glanz, Farbe und Kontrast hervorragend mit Mammutelfenbein.

Einige Beispiele an Schmuck findet Ihr hier.

Im Gegensatz zu Kohle bekommt man beim Anfassen aber keine schwarzen Finger. Das ist gut so, denn sonst könnte man das Material nicht zu Schmuck oder Messergriffen verarbeiten.

Gagat besitzt regionsabhängig völlig unterschiedliche Eigenschaften. Teilweise ist das Rohmaterial leichter als Wasser und schwimmt. Anderenorts besitzt es einen goldfarbenen Glimmer, besonders bei Funden in Anatolien. Wiederum gibt es Gagat in der schwäbischen Fossilienregion östlich von Stuttgart (Holzmaden) im schwarzen Jura.

In Schwäbisch Gmünd wurde schon im Mittelalter Gagat verarbeitet.

Esoterik

Gagat wird häufig als Heilstein betrachtet. Gagat soll helfen, schlechte Stimmung in positive zu wandeln. Die positive Wirkung bzgl. Haut, Darm, Gelenke, Wirbelsäule gründet sicher auf dem hohen Kohlenstoffgehalt. Allerdings fehlen mir evidenzbasierte Berichte.

Bearbeitungshinweise für Gagat

Gagat ist härter als Mammutelfenbein. Während Mammut mit einem HSS- oder Bimetallsägeband gut gesägt werden kann, empfehle ich für Gagat HM- oder diamantbeschichtete Sägebänder bzw. -blätter. Werkzeuge aus der Steinbearbeitung wie Trennscheiben sind natürlich auch geeignet.

Noch nicht polierte Stücke sollten durchaus in Wasser gelagert werden. Manchmal entstehen kleine Risse, welche die Arbeit zunichte machen. erst mit dem Polieren wird die Oberfläche versiegelt.

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